Top Themen / Was denken Sie dazu?

WLADIMIR LENIN: EIN LEBEN ÜBER DEN TOD HINAUS?

 Von Pjotr Fedosov

“Lebendiger als alle Lebenden”- so wurde Wladimir Lenin in einem Lied aus den Sowjetzeiten besungen. Heute, 93 Jahre nach seinem Tod, klingen diese Zeilen besonders makaber. Während in den ehemaligen Republiken der Sowjetunion jede in Stein und Eisen gemeißelte Erinnerung an den Vater der russischen Revolution übereifrig vernichtet wird, bleibt der einbalsamierte Lenins Leichnam für die Schaulustigen und Besucher der russischen Hauptstadt weiterhin zugänglich. Zeitgemäß ist es nicht. Mehr noch: Es bricht mit der christlichen Tradition und mit den kulturellen Bräuchen Russlands, findet Pjotr Fedosov, Politologe aus Moskau. Wäre der 100. Geburtstag der Russischen Revolution nicht der richtige Zeitpunkt, um dieser Eigenart der sowjetischen und postsowjetischen Geschichte endlich Lebewohl zu sagen?

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Abschied von der Postmoderne. Überlegungen zur Identitätskrise der Europäischen Union.

Von Dr. Hauke Ritz

Eine Epoche neigt sich ihrem Ende entgegen. Die unipolare Weltordnung, die seit dem Mauerfall virulent war und vom Ende der 1990er Jahre bis in unsere Gegenwart hinein aktiv angestrebt worden ist, hat sich nicht verwirklicht. Weder die USA noch die EU noch beide zusammen waren in den vergangenen 28 Jahren in der Lage, das Vakuum zu füllen, das der Zerfall der Sowjetunion hinterlassen hatte. Der westliche Staatenbund ist zwar seit 1989 beträchtlich gewachsen und verfügt heute über mehr Mitglieder als je zuvor. Doch ein Weltstaat ist daraus dennoch nicht entstanden. Das Scheitern dieser »Grand Strategy« hat nun zu einer ganz neuen Situation geführt.

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Dr. Kristiane Janeke, Historikerin, www.tradicia.de

„Die Russische Revolution bricht mit den humanistischen Ideen des späten 18. und des 19. Jahrhunderts.“

Dr. Kristiane Janeke im Interview mit Russland Kontrovers.

2017 jährt sich die russische Revolution zum 100. Mal. Das Deutsche Historische Museum zeigt vom 18. Oktober 2017 bis 15. April 2018 die Sonderausstellung „1917. REVOLUTION. RUSSLAND UND EUROPA“. Russland Kontrovers sprach mit der Kuratorin der Ausstellung Dr. Kristiane Janeke über die verschiedenen Lesarten der Russischen Revolution in Europa und ihre Rolle im internationalen politischen Diskurs.

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Gabriele Krone-Schmalz Eiszeit. Wie Russland dämonisiert wird und warum das so gefährlich ist. © Verlag C.H.Beck, München 2017, ISBN 978 3 406 71412 2

Wer bedroht wen?

Von Prof.Dr. Gabriele Krone-Schmalz

Die Grande Dame der deutschen Journalistik, TV-Moderatorin Gabriele Krone-Schmalz hat sich nach einer längeren Pause wieder zu Wort gemeldet. Die langjährige Moskau-Korrespondentin der ARD bleibt dem Thema Russland treu. In ihrem neuen Buch liefert Gabriele Krone-Schmalz eine schonungslose Bestandsaufnahme des langjährigen West-Ost-Konflikts und schlägt einige Kompromisslösungen vor. Ihre Analyse der Russland-Berichterstattung ist gewissenhaft und solide recherchiert. „Eiszeit. Wie Russland dämonisiert wird und warum das so gefährlich ist“ ist ein starkes Stück Aufklärungsarbeit, welches den Leser nicht nur mit wichtigen Hintergrundinformationen zu den zahlreichen Kontroversen zwischen EU, USA und Russland versorgt, sondern zum selber denken auffordert. Russland Kontrovers veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Verlags einen Auszug aus dem Buch „Eiszeit. Wie Russland dämonisiert wird und warum das so gefährlich ist“. Wer bedroht wen? – das ist hier die Frage.

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POTSDAMER BEGEGNUNGEN
Das Deutsch-Russische Forum reformiert seine jährlich stattfindenden „Potsdamer Begegnungen“.

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